Erziehungs- und Bildungswissenschaften



Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich

 

 

Projektleitung: Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu 

Bearbeitung: Dr. Charlotte Binder, Aslı PolatdemirMünevver Azizoğlu-Bazan

Finanzierung: Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei (Ein Programm der Stiftung Mercator)

Laufzeit: 2014 - 2017  

 

Abstract

Das Projekt „Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich“ analysierte die sich in unterschiedlichsten kollektiven Aktionsformen und Organisationsstrukturen äußernde Vielfalt von Frauenbewegungen, die sich für die Gleichheit der Geschlechter in der Türkei einsetzen. In qualitativen Interviews mit Bewegungsaktivist*innen und Wissenschaftler*innen wurden außerdem Themen- und Aktionsfelder der Frauenbewegungen wie Beschäftigungssituation von Frauen, Körperpolitiken und geschlechtliche Gewalt zwischen transnationalem, urbanem und ländlichem Raum erschlossen. 

 

Der Forschungsfokus lag auf den Identitäts- und Bündnispolitiken der vielfältigen frauen- und geschlechterpolitischen Bewegungen in unterschiedlichen Regionen der Türkei.

 

Der Schwerpunkt internationaler feministischer Debatten hat sich im Zuge der Anerkennung von Differenzen innerhalb der Kategorie Geschlecht seit den 1990er Jahren auf Fragen von Identitäten und damit zusammenhängenden Machtpositionen verschoben. Aufgrund von Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen, neoliberalen Umstrukturierungen sowie Debatten um Identitätspolitiken stellt die internationale Geschlechterforschung insbesondere in den als ‚westlich‘ markierten Gesellschaften seit den 1990er Jahren eine ‚Krise der feministischen Bewegung‘ fest. Auch in der heutigen Türkei beziehen sich nach kritischen Interventionen, insbesondere von kurdischen und religiös-konservativen Aktivist*innen, Feminist*innen und Frauengruppen auf unterschiedliche Identitäten. So gibt es z.B. Gruppen, die sich als radikal, lesbisch, queer, trans*, sozialistisch, religiös-konservativ, kemalistisch, dis/abled, kurdisch, alevitisch und armenisch definieren.

 

Nach der auch für den Kontext der Türkei gültig gewordenen Dekonstruktion des Kollektivsubjekts ‚Wir-Frauen‘ stellen sich aber aufgrund der strukturellen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen* weiterhin Fragen nach einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt, nach Möglichkeiten des solidarischen Handelns und der Bildung von Bündnissen.

 

 

Informationen zum Forschungsprojekt auf der Blickwechsel Website

 

Projektbeschreibung in türkischer Sprache / Türkçe proje tanımı

 

 

Online-Publikation der Forschungsergebnisse (deutsch, englisch, türkisch, kurdisch)

 

 

Presse

  • Interview zum Projekt für Bayern 2 (August 2018)
  • Projektvorstellung im Tagesspiegel (März 2018)
  • Interview zum Projekt im Rahmen des 8. März 2018 für Deutschlandfunk
  • Pressemitteilung vom Oktober 2016 zu „building bridges – Vernetzungsworkshop zu Frauen- und Geschlechterpolitiken in der Türkei und Deutschland“
  • Interview zum Projekt für Neue Züricher Zeitung (Mai 2016)
  • Interviews zum Projekt im Rahmen des 8. März 2016 für Deutsche Welle, renk.Magazin und detektor.fm
  • Interview zum Projekt für Özgür Gündem (April 2015)
  • Projektvorstellung in Highlights - dem Informationsmagazin der Universität Bremen (Winter 2015/2016)
  • Interview zum Projekt im Rahmen des 8. März 2015 für Funkhaus Europa

 

 

    

Kontakt

Ansprechpartner: Dennis Barasi

 

Raum: GW2, A 1.240

 

Fon: 0421/ 218-69129

Email: barasi@uni-bremen.de

Interkulturelle Bildung: Forschung, Lehre, Politikberatung - eine 10jahres Bilanz am 17.10.2014 ab 16 Uhr im GW 2 B 3009 (Uni Bremen)

 

"Partizipationschancen und -hürden für Kopftuchträgerinnen in Bildungsinstitutionen" am 22.10.2014 um 18 Uhr im GW 2 B 3009 (Uni Bremen), mit Habibe Rode, Ayla Satılmış und einem Vortrag von Reyhan Şahin