Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Medienpädagogik

Medienpädagogik - Didaktik multimedialer Lernumgebungen

Der Arbeitsbereich Medienpädagogik - Didaktik multimedialer Lernumgebungen gehört zur Abteilung Schulpädagogik und Didaktik.

 

Mediendidaktik: als Teil der allgemeinen Didaktik stehen Fragen im Mittelpunkt, wie Medien didaktisch zu gestalten und in Lern-Lehrprozesse effektiv einzubinden sind.

 

Aktuelle Projekte des Arbeitsbereiches sind dabei

  • E-Assessment zur Förderdiagnostik funktionaler Analphabeten.
  • Gestaltung partizipativer Online-Seminare mit Web 2.0 Werkzeugen.
  • Förderung von internetbasierten Lerngemeinschaften.
  • E-Portfolios in der Werkschule.

 

Medienpädagogik: die pädagogisch-kritische Beschäftigung mit Medien untersucht deren Nutzung, Aneignung und Effekte im Kontext bildungsrelevanter Lebensbereiche von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

 

Unsere Arbeitsgruppe versteht Medienkompetenz als gelingende Teilhabe an einer partizipativen (Online-)Kultur, die eine Grundvoraussetzung für (lebensbegleitende) Lern-, Aus- und Weiterbildungsprozesse bildet. Dazu arbeiten wir in der Medienkompetenzförderung in folgenden Themenfeldern:

 

  • Erfolgreich Studieren mit dem Internet (General Studies Angebot an der Universität Bremen).

  • Lehren mit dem Internet: universitäre Mediengrundbildung in didaktischen Handlungsfeldern für Lehramtsstudierende.

  • Außerschulische Medienbildung im Kontext (vor-)beruflicher Lernprozesse für Risikolernende.

  • Weiterbildung von Lehrenden bezüglich des didaktisch sinnvollen Einsatzes neuer Medien sowie des pädagogischen Umganges mit ihnen.

 

Einsatz von Medien in der Unterrichtsforschung: zur Unterrichtsforschung entwickelt der Arbeitsbereich Verfahren des Experience Samplings mittels mobiler Datenerfassungsgeräte sowie der Prozessauswertung.

 

Weitergehende Informationen finden sich auch auf www.ifeb.uni-bremen.de.

 

 

 

Aktuelle Projekte

 

 

Digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen (Dab-J)

 

2018-2021

Kooperation mit dem ZeMKI-Lab "Mediengesellschaft und digitale Praktiken" und der RWTH Aachen

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Das Verbundprojekt untersucht in vier Teilprojekten interdisziplinär und triangulativ digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen, bezogen sowohl auf schulisch-curriculare Gegenstände und persönliche Berufsorientierung als auch auf den Erwerb von interessensbasiertem Wissen und Kenntnissen/Lernprojekten in der Freizeit. Die Zusammenstellung des Projektverbundes mit Mitgliedern aus Allgemeiner Didaktik, Medienpädagogik, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Fachdidaktik ermöglicht einen umfassenden Blick auf Erklärvideos und Tutorials, wie sie insbesondere auf YouTube zu finden sind und von Jugendlichen in großem Umfang und nahezu alltäglich genutzt werden. Ergänzend werden inhalts- und lernspezifische Medien- und Kommunikationsrepertoires untersucht, um die Vielfalt der individuellen und gemeinschaftlichen Praxen Jugendlicher beim außerschulischen Lernen (Selbstexpertisierung) zu beschreiben und zu analysieren.

 

Das Teilprojekt geleitet von Prof. Dr. Karsten D. Wolf verantwortet die Medienanalyse außerschulischer Bildungsinteressen, quantitative Rekonstruktion der Medienumgebung und die qualitativen Interviews zur Rekonstruktion der Kommunikations- und Medienrepertoires.

 

 

Pädagogische Online-Förderdiagnostik für Erwachsene funktionale Analphabeten mit berufsfeldbezogenen Inhalten (out.lea)

 

2017-2020

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

In Deutschland leben ca. 7,5 Millionen Funktionale AnalphabetInnen und ca. 20 Prozent der 15-Jährigen liegen laut PISA auf bzw. unter Level 1. "otu.lea" ist eine Online-Testumgebung für Funktionale AnalphabetInnen sowie Lehrende in Alphabetisierungskursen und wird im Rahmen des lea.-Projektes (Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften) entwickelt. 

Der Forschungsverbund lea. bestand aus fünf Teilprojekten, einer Verbundleitung sowie KooperationspartnerInnen aus dem Praxisfeld. Das Projekt wurde zwischen 2008 und 2011 durchgeführt. Das lea.-Projekt hat ein mehrdimensionales und hierarchisches Kompetenzmodell für Erwachsene mit äußerst niedrigen Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten entwickelt. Darauf aufbauend wurde ein förderdiagnostisches Kompetenzmessungsverfahren (lea.) erstellt und empirisch validiert. Mit diesem lässt sich einerseits feststellen, welche Kompetenzen bereits vorhanden sind (Stärkenorientierung) und andererseits, welche Kompetenzen noch aufgebaut oder gefördert werden müssen. Zudem können individuelle Fördermaßnahmen abgeleitet werden. Das förderdiagnostische Kompetenzmessverfahren ist in die Online-Testumgebung otu.lea implementiert.

Aufgrund der Zielgruppe sind die EntwicklerInnen von otu.lea vor besondere Herausforderungen gestellt. Zu berücksichtigen ist, dass Funktionale AnalphabetInnen eine tendenziell niedrige ICT-Literacy aufweisen. Das bedeutet, sie sind den Umgang mit Computern sowie mit neuen Technologien wenig gewohnt und bedürfen besonderer Unterstützung, um bei einem computerbasierten Test auch ohne fremde Hilfe nicht einen Nachteil aufgrund ihrer niedrigen ICT-Literacy zu haben. In otu.lea werden daher innovative multimediale Itemformate und Unterstützungsfunktionen eingebunden. Dies sind z.B. Audiofiles, (arbeits- und lebensweltbezogene) Videos, Animationen und sogenannte cues, welche z.B. die Orientierung durch Animation eines Buttons erleichtern. Der Einsatz dieser Itemformate und Unterstützungsfunktionen ist für jegliche Personen mit einer tendenziell niedrigen ICT-Literacy denkbar.

Weitere Informationen sind hier abzurufen.

 

Care Reflection Online (CARO)

 

2016-2019

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

An Pflegeschulen ist das Lernen anhand von digitalen Medien inzwischen verbreitet, auch stehen den Schulen vielfältige eLearning-Materialien zur Verfügung. Allerdings werden die Potenziale des eLearning bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. So sind die Lehr-/Lernangebote bislang weitgehend statisch, sie werden nicht systematisch, sondern nur punktuell in den Pflegeunterricht eingebunden und auch webbasiertes Lernen wird bislang kaum genutzt, obwohl es sich in besonderem Maße anbieten würde, um das Lernen etwa an den Lernorten der Praxis und der Schule zu verknüpfen und die virtuelle Kommunikation innerhalb der Schüler/innengruppe zu unterstützen.

Das Ziel des aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) geförderten Projekts ist die Entwicklung, Implementation und Evaluation einer innovativen, computergestützten, fallbasierten, multimedialen und kooperativen Lernumgebung für die Pflegeausbildung an der Schnittstelle zwischen theoretischer und praktischer/ betrieblicher Ausbildung. Langfristig trägt das Vorhaben dazu bei, die Attraktivität der Pflegeausbildung zu erhöhen und sie aufzuwerten. Durch die Verankerung digitalen Lernens in der Pflegebildung wird die Medienkompetenz der Lehrenden und Lernenden verbessert.

Drei konkrete, im pflegeberuflichen Alltag problematische Fallsituationen, z.B. zur Pflege von Menschen mit Demenz oder mit Schmerzen, werden filmisch in verschiedenen Varianten und Verläufen aufbereitet. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung von drei pflege- und mediendidaktisch fundierten multimedialen Lehr-/Lernmodulen, die in den kooperierenden Pflegeschulen und -einrichtungen implementiert und evaluiert werden. Pflegedidaktisch stützt sich das Projekt auf die Interaktionistische Pflegedidaktik. Neu ist dabei, dass die Medien Foto und Film zur Förderung hermeneutischer und reflexiver Kompetenzen eingesetzt werden.
Außerdem wird eine an die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden angepasste computergestützte, multimediale Lernumgebung für die Pflegeausbildung konzipiert und im Rahmen eines Classroom Management Systems nutzbar gemacht. Die CARO-Lernumgebung ermöglicht einerseits den Schülerinnen und Schülern, Lernaufträge mittels APP selbstständig – unabhängig vom Lernort – zu bearbeiten und sich innerhalb ihrer Lerngruppe virtuell dazu auszutauschen. Andererseits bietet sie den Lehrenden die Gelegenheit, den  Unterricht und das Selbstlernen am Arbeitsplatz bzw. zu Hause didaktisch-methodisch zu gestalten sowie die modular aufgebauten Lerninhalte individuell an die jeweilige Lerngruppe anzupassen. Auf diese Weise wird sowohl das Lernen an den Lernorten Pflegeschule und Pflegeeinrichtung verknüpft als auch die lernbezogene direkte und virtuelle Interaktion zwischen den Schülerinnen und Schülern unterstützt.
Weitere Projektbausteine bestehen in der Beratung der beteiligten Einrichtungen hinsichtlich der Sicherstellung der erforderlichen technischen Infrastruktur sowie in der Entwicklung einer Dozent/innenschulung sowohl als Online- wie auch als Präsenzangebot.

Nach Abschluss des Projekts werden die Lernumgebung, die drei CARO-Module und das Online-Tutorial für Lehrende als Open Source auf einem öffentlichen Repository veröffentlicht. Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts gehen außerdem in die Weiterentwicklung des Modells der Interaktionistischen Pflegedidaktik ein.

 

Digitale Medien inklusive!

 

2016-2018

Gefördert von der Deutschen Telekom Stiftung

 

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt die Kernbereiche mediendidaktischer Kompetenz über Konkretisierungen in der Form von sieben Konzepten im Studienplan der Grundschulausbildung zu implementieren. Dies wird über eine breite Kooperation zwischen den fachdidaktischen Professuren der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht sowie Arbeitslehre mit der Informatik, der pädagogischen Psychologie und der Medienpädagogik gewährleistet. Darüber hinaus sind die „Grundschule an der Gete“ und die „Grundschule an der Nordstr.“ an der Erprobung der Konzepte in der Praxis beteiligt. Gemeinsam wollen wir auf diesem Weg digitale Bildung und Inklusion in Bremen voranbringen.

Die AG Mathematikdidaktik verantwortet dabei (zusammen mit Prof. Dr. David Reid) das Konzept „Let’s move: Virtuelles Bauen und Handeln als Werkzeuge mathematischen Lernens“. Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, inwiefern der Einsatz digitaler Medien hilft zwischen mathematisch-konkreter und symbolischer Darstellung zu vermitteln um so den für das mathematische Lernen notwendigen Aufbau mentaler Vorstellungen geeignet zu unterstützen.

 

Schnittstellen gestalten - das Zukunftskonzept für die Lehrerbildung an der Universität Bremen, Teilprojekt 1 "MOOC" und Teilprojekt 2 "ePortfolio" 

 

2016-2019

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Unter dem Leitbild einer reflexionsorientierten Lehrerbildung (reflective practitioner) wird durch die Verzahnung von Theorie und Praxis sowie durch die Verzahnung der unterschiedlichen Elemente der Lehrerbildung die Kohärenz der Lehrerbildung gestärkt.

In der Lehrerbildung wird bislang häufig partikulares anstelle von vernetztem Wissen vermittelt; zen­trale Schnittstellen zwischen den beteiligten Disziplinen (Fach­di­daktiken, Fachwissenschaften und Er­zie­hungs­wissenschaften) ebenso wie die zwischen Theorie und Praxis werden bisher zu wenig auf­einan­der bezogen. Nur vernetztes Wissen er­möglicht jedoch den Auf- und Ausbau komplexer pro­fessioneller Reflexions- und (komplementär dazu) Handlungskompetenz. Das Vorhaben zielt daher auf die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte als „re­flective practitioner”, die beide Schnitt­stel­len (er-)kennen, kritisch reflektieren und für ihr professionelles Handeln produktiv nutzen. Vor diesem Leitbild sind die vier Teilprojekte Forschungs­werk­statt, E-Portfolio, Studien-Praxis-Pro­jekte und Spot­lights Lehre konzipiert. Diese setzen schwerpunktmäßig in der ersten Phase (Lehrerbildung an der Universität) an, beziehen jedoch die zweite und dritte Phase sowie außeruniversitäre Akteure der Lehrerbildung mit ein.

 

 

 

Abgeschlossene Projekte

 

 

draufhaber.tv (http://draufhaber.uni-bremen.de)

 

Das BMBF-geförderte Projekt draufhaber.tv ist ein Online-Videoportal für Jugendliche in der Berufsorientierung, Auszubildende, junge Berufstätige und Arbeitssuchende, auf dem die Mitglieder zeigen können, über welche handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sie verfügen. Konkret bedeutet das: Jugendliche und junge Erwachsene filmen mit ihren eigenen Handys oder Videokameras, wie sie eine handwerkliche Tätigkeit besonders gut beherrschen oder besonders gut erklären können. Das dafür bereitgestellte Portal erlaubt per eingebundenem Werkzeug Videos zu verändern und didaktisch anzureichern. Die User können ein eigenes Portfolio ihrer hochgeladenen Videos aufbauen, mit dem sie sich z.B. auch bei zukünftigen Arbeitgebern vorstellen (Demonstration der Employability) sowie Interessensgruppen zu Themenbereichen bilden können ("Channels").

 

Mitarbeiter: Dr. Klaus Rummler, Frank Piesik

 

TeBaDoSLA (Technology Based Domain Specific Learning Assessment, http://www.ascot-vet.net/de/221.php)

 

Das BMBF-geförderte Projekt TeBaDoSLA ist Teil des Verbundprojektes Modellierung und Messung domänenspezifischer Problemlösekompetenz bei Industriekaufleuten (DomPL-IK). Mit DOMPL-IK soll auf Grundlage einer neu zu entwickelnden Testplattform Problemlösekompetenz angehender Industriekaufleuten im Bereich Controlling erfasst werden. Die Messung von Kompetenzen erfolgt über die Auswertung von Problemlösungen der Auszubildenden. Hierbei sollen nicht nur das Produkt sondern auch Aspekte des Problemlöseprozesses bewertet werden. Über die Erhebung von Begründungen und Bewertungen sollen zudem emotional-motivationale Kompetenzfacetten berücksichtigt werden. Angestrebt ist für die Hauptuntersuchung eine Stichprobe von ca. 600 bis 800 Auszubildenden in mehreren Bundesländern zu ziehen.

Am Projektende liegt ein aus mehreren Problemszenarien bestehender computerbasierter Test zur Messung domänenspezifischer Problemlösekompetenz im Bereich Controlling vor, der es ermöglicht Kompetenzen von angehenden Industriekaufleuten auf unterschiedlichen Stufen zu erfassen.

 

Beteiligte Institutionen sind die Universitäten Bamberg (Prof. Dr. Detlef Sembill & Dr. Andreas Rausch),  Mannheim (Prof. Dr. Jürgen Seifried),  Frankfurt (Prof. Dr. Eveline Wuttke) und das DIPF (Dr. Thomas Martens).

 

Mitarbeiter: Jan Küster

 

Medienkompetenz: Erfolgreich Studieren mit dem Internet (https://blogs.uni-bremen.de/estudi/)

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Online-Lernangebot für Studierende der Universität Bremen. Mittels Blog dokumentieren die Studierenden ein eigenes Lernprojekt, in welchem sie verschiedene Web 2.0 Dienste für eine qualitative Intensivierung und Verbesserung ihres Studiums nutzen. In Form von Episoden mit selbst produzierten Lehrvideos und externe Netzressourcen werden wöchentlich Reflektionsaufgaben gestellt, Tutoren betreuen die Studierenden. Parallel dazu wird momentan ein Angebot zum Thema Lehren mit dem Internet entwickelt.

 

Mitarbeiter: Thomas Bernhardt.

 

Best Practice Schlüsselqualifikationen (BePS)

 

In diesem seit 2009 laufenden und interdisziplinär ausgelegten Projekt zwischen FB3, FB12 und ZMML geht es darum, verschiedene Online‐Formate für Schlüsselqualifikationen zu entwickeln, zu erproben und sukzessive zu verbessern. Dabei werden insbesondere (a) Betreuungskonzepte und Partizipationsmöglichkeiten für Studierende, (b) verschiedene Prüfungsformate sowie (c) Verankerungsstrategien analysiert, entwickelt und umgesetzt. Das Projekt wird durch Studienkontengelder finanziert und umfasste drei einjährige Maßnahmen, eine vierte Maßnahme wird aktuell beantragt.

 

Mitarbeiter: Thomas Bernhardt.

 

otu.lea (Online Testumgebung lea. http://otulea.uni-bremen.de/)

 

otu.lea ist eine onlinebasierte Testumgebung zur Ermittlung literarischer und mathematischer Kompetenzen von Personen im Grundbildungsbereich. Die Anwendung bietet sowohl Möglichkeiten für den anonymen Einsatz von Zuhause aus, als auch im Rahmen eines Alphabetisierungskurses. Dieses Projekt wurde von 2009 bis 2011 vom BMBF gefördert und war Teil des Verbundprojektes Literalitätsentwicklung von ArbeitnehmerInnen (lea. http://blogs.epb.uni-hamburg.de/lea/)

 

MitarbeiterInnen: Ilka Koppel, Jan Küster.

 

Prozessmodellierung des subjektiven Erlebens in Lehr-Lern-Prozessen

 

Der Gegenstand des Antrages bezieht sich auf den bisherigen Mangel an empirisch-pädagogischen Studien zur Modellierung und Analyse von Prozessverläufen des subjektiven Erlebens sowie deren Wechselwirkungen mit didaktischen Handlungs- prozessen. Ziele sind der systematische Vergleich und die exemplarische Anwendung von modernen Verfahren der Zeitreihenanalyse (ZRA) im Kontext der Lehr-Lern-Forschung zur Prozessdiagnostik, zur idiographischen Modellierung von Einzelfällen, zur Interventionsprüfung sowie der komparativen Kasuistik (Vergleich von Einzelfällen).


Als Datenmaterial liegen zur Re-Analyse die subjektiven Erlebensdaten von 109 Schüler/-innen aus 6 Klassen (26 bis 72 Unterrichtsstunden; 208 bis 332 Messzeit- punkte) vor. Exemplarisch sollen an einer Fragestellung zur Wechselwirkung des subjektiven Erlebens motivationaler Bedingungsfaktoren und des situationalen Interesses (sensu Prenzel et al. 1996) die Zeitreihen in ihre Komponenten zerlegt werden, typische Verläufe bestimmt sowie synchrone und verschobene Zusammenhänge bestimmt werden. Neben klassischen ZRA-Verfahren sollen dazu neuere Ansätze wie z.B. GARCH, ARFIMA, Latent Curve Analysis oder GMDH auf ihre Eignung überprüft werden.

 

Mitarbeiter: Tamás Nagy

 

EduHack (http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_wolf/?p=402)

 

Der Bremer EduHack ist eine experimentelle Lernveranstaltung an der Universität Bremen, in der an mehreren zusammenhängenden Tagen (und teilweise Nächten) projektartig Software- und Medienprodukte erdacht, konzipiert und realisiert werden. International bekannt als sogenannte Code-, Media- oder Booksprints wird hier eine intensive Fokussierung auf gemeinsames Arbeiten und Problemlösen komplexer Herausforderungen an der Schnittstelle Technologie und Lernen / Lehren realisiert. Das Veranstaltungsformat ist dabei interdisziplinär, offen für nicht-universitäre Gäste (offene Universität), unkonventionell (z.B. CodeFest Abend mit DJ). Es folgt dem us-amerikanischen Ansatz einer "Participatory Culture" (Henry Jenkins) und versucht den Prozess des "learning to be" anstatt "learning about" (John Seely Brown) zu realisieren.

 

Kontakt

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Ansprechpartner: Prof. Dr. Karsten Wolf

 

Raum: GW2 A2130

 

Fon: 0421.218-69140

Fax: 0421.218-9869140

Email: wolf (at) uni-bremen.de