Erziehungs- und Bildungswissenschaften



Inklusive Pädagogik (BA)

Inklusive Pädagogik (BA)

 

Studienbeginn: ab Wintersemester 2011/12

Alle grundlegenden Informationen zum Bachelor finden Sie auf dieser Seite.

Persönlich berät Sie die zentrale Studienberatung sowie das Studienzentrum Lehramt. Beide Stellen beraten zu allen allgemeinen Zulassungsfragen bzw. Fragen zum Lehramtsstudium (insbesondere auch bei Hochschul- oder Fachwechsel). Dort erhalten Sie auch die Informationsbroschüre in Papierform.

WICHTIG: Abweichend von den Informationen in der Infobroschüre gilt ab dem Zulassungsverfahren zum WS 2013/14, dass als studiengangsspezifische Voraussetzung ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum oder ein Praktikumsvertrag in einem außerschulischen, inklusiven Kontext von mindestens 240 Stunden nachgewiesen werden muss. Das Praktikum muss vor Studienbeginn, bis zum 30. September, absolviert sein.


Spezifische Fragen zum Studienfach Inklusive Pädagogik sowie zu den IP-spezifischen Zulassungsvoraussetzungen können Sie darüber hinaus auch per mail direkt an die Lehreinheit Inklusive Pädagogik richten: info-ip@uni-bremen.de.

Zudem finden Sie unter dem Menüpunkt "FAQ Inklusive Pädagogik BiPEB" Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Beschreibung des Faches

Der Begriff Inklusive Pädagogik bezeichnet erziehungswissenschaftliche Ansätze, die auf einen ge­lingenden Umgang mit der Verschiedenheit der Lernenden in Bildungseinrichtungen zielen. Be­zogen auf die Schule versteht sich das Fachgebiet als Weiterentwicklung von Schulpädagogik und Sonderpädagogik. Es beschäftigt sich mit kindlichen Lern- und Entwicklungsprozessen mit be­sonderem Blick auf die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen sie stattfinden und die Aus­wirkungen für das einzelne Kind. So können zum Beispiel Armut, Mehrsprachigkeit oder be­son­dere organische Bedingungen Risiken dafür sein, dass ein Kind ausgegrenzt wird oder die eigen­en Lernmöglichkeiten nicht entfalten kann. In diesem Zusammenhang fragt inklusive Pä­da­go­gik nach Unterstützungsmöglichkeiten für soziale Teilhabe und erfolgreiches Lernen eines Kindes. Bezogen auf den Unterricht geht es dann um Konzepte, die es allen Schüler/innen er­mög­lichen, in einer heterogenen Lerngruppe entsprechend der eigenen Lernausgangslage und so­zial eingebunden zu lernen. Inklusive Pädagog/innen sind damit Expert/innen für Erziehungs- und Bildungsprozesse unter unterschiedlichen Entwicklungs- und Sozialisationsbedingungen und sind dabei handelnd sowie beratend tätig.

Studierende erwerben im Studienfach Inklusive Pädagogik pädagogisch-didaktische Kompetenzen zur Gestaltung von Schule sowie von Unterricht und Lehr-/Lernarrangements, welche die Verschiedenheit der Kinder produktiv nutzen. Insbesondere geht es dabei um Fragen von Beeinträchtigung und Befähigung, die im schulischen Kontext mit der Zuschreibung "sonderpädagogischen Förderbedarfs" verknüpft sind.  Das Studienfach ist primär anhand von Arbeitsfeldern für inklusionspädagogisches Handeln in der Schule strukturiert. Neben grundlegenden pädagogischen und didaktischen Fragen werden soziologische, entwicklungs­psychologische und diagnostische Fragen in den Blick genommen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Teamarbeit, Kooperation und Beratung.

Das Studienfach Inklusive Pädagogik ist eingebunden in den Drei-Fächer-Bachelor "Bil­dungs­wis­sen­schaften des Primar­- und Elementar­be­reichs" und wird im Umfang eines großen Stu­dien­faches studiert. Die Wahl des Studienfaches Inklusive Pädagogik er­mög­licht eine Kombination der beiden Lehramtsoptionen Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grund­schule und kann in dem entsprechenden Masterstudiengang fortgesetzt werden. Mit Abschluss des Master­stu­dien­gangs wird dann eine Doppelqualifizierung für das Lehramt für Inklusive Pä­da­go­gik/Son­der­pä­dagogik und das Lehramt an Grundschulen erworben.

Neben der lehramtsbezogenen Option steht den Studierenden nach Abschluss des Bachelor mit dem Studienfach Inklusive Pädagogik auch der Zugang zum Masterstudiengang "Erziehungs­wis­sen­schaft" offen. 

Studienvoraussetzungen

Formale Voraussetzung ist ein Zeugnis über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur).

Das Studienfach Inklusive Pädagogik ist zulassungsbeschränkt, d.h. die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt und die Zulassung zum Studium erfolgt nach der Durchschnittsnote des Abiturzeugnisses oder der Wartezeit. Im Bewerbungsverfahren für das WS2012/13 hat sich ein NC-Wert von 1,7 ergeben.

Als studiengangsspezifische Voraussetzung muss ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum oder ein Praktikumsvertrag in einem außerschulischen, inklusiven Kontext von mindestens 240 Stunden nachgewiesen werden. Das Praktikum muss vor Studienbeginn, bis zum 30. September, absolviert sein. Weitere Informationen zum Vorpraktikum siehe HIER. 

Tätigkeitsfelder 

Nach Abschluss des Bachelorstudiums kann an der Universität Bremen der grundschulbezogene Masterstudiengang mit dem Studienfach Inklusive Pädagogik belegt werden. Auf diesem Weg wird die Doppelqualifikation Lehramt für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Lehramt an Grundschulen und die Zu­gangsberechtigung für das entsprechende Referendariat erworben. Ab­sol­vent/innen des Masterstudiengangs können sich bei der Bewerbung für das Referendariat (2. Staatsexamen) für einen der beiden Lehrämter Grundschule oder Inklusive Pä­da­go­gik/Son­der­pädagogik entscheiden. Absolvieren sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt Inklusive Pä­da­go­gik/Sonderpädagogik, können Sie in dieser Funktion an Grundschulen oder an För­der­schu­len tätig sein und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in inklusiven bzw. integrativen Lerngruppen. Absolvieren sie das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Grund­schu­len, können sie in dieser Funktion an allen Grundschulen tätig werden und sind dabei besonders qualifiziert für die Arbeit in inklusiven Klassen und Schulen. 

Studienaufbau und Studieninhalte 

Das Studienfach Inklusive Pädagogik wird im Drei -Fach -Bachelor mit Lehramtsoption im Ge­samtumfang von 51 CP studiert. Das entspricht dem Umfang eines großen Faches. Die Studieren­den belegen neben der Inklusiven Pädagogik noch zwei Unterrichtsfächer (ein großes Fach und ein kleines Fach) und Erziehungswissenschaft. Zu den Studieninhalten der anderen Fachgebiete bzw. zur Gesamtstruktur des Bachelorstudien­gangs "Bildungswissenschaften des Primar­- und Elementar­be­reichs" informieren die entspre­chenden Broschüren. 

Im Studienfach Inklusive Pädagogik (IP) belegen die Studierenden folgende Module:

1. Sem.

Modul IP1: Grundlagen Inklusiver Pädagogik

9 CP

2. Sem.

Modul IP2: Bezugswissenschaftliche Grundlagen

9 CP

3. Sem.

Modul IP3: Inklusive Didaktik 1

Modul IP4: Förderschwerpunkte 1

5 CP

3 CP

4. Sem.

Modul IP3: Inklusive Didaktik 1, Fortsetzung

Modul IP4: Förderschwerpunkte 1, Fortsetzung

 

4 CP

6 CP

5. Sem.

Modul IP5: Kooperation und Beratung

9 CP

6. Sem.

Modul IP6: Wahlvertiefung

optional: Modul IP7 Bachelorarbeit

6 CP

(12 CP)

 

Im zweiten und sechsten Semester belegen die Studierenden Wahlvertiefungsveranstaltungen (Module IP2 und IP 6). Zur Wahl stehen hier vertiefende bezugswissenschaftliche, d.h.  insbe­sondere soziologische und entwicklungspsychologische Aspekte.

Im dritten Semester (Modul IP 4) belegen die Studierenden  zwei von vier Förderschwerpunkten. Zur Wahl stehen: "Lernen", "Emotionale und soziale Entwicklung", "Geistige Entwicklung" und "Sprache". Die förderscherpunktbezogene Expertise wird in Vertiefungsmodulen erworben, die "quer" zu der inklusionspädagogischen Grundqualifikation angelegt sind. 

Weitere Informationen finden Sie im Modulhandbuch.

Zugangsordnung, Prüfungsordnung und Praktikumsordnung finden sie hier. 

Praktikum

Eingebunden in das Modul IP3 Inklusive Didaktik findet ein Praktikum mit eigener Unterrichtstä­tigkeit und Forschungsaufgaben statt. In der Vorbereitung befassen sich die Studierenden mit Fragen der Didaktik und der Gestaltung von Unterricht, aber auch mit einem forschungsorien­tierten Zugang zur Reflektion des selbst entwickelten und des beobachteten Unterrichts. 

Mögliche Fächerkombinationen

Das Studienfach Inklusive Pädagogik ist wählbar im Rahmen des Studiums mit der Lehr­amts­op­tion für Grundschule in Kombination mit der Lehramtsoption für Inklusive Pädagogik/Sonder­pä­da­go­gik. Inklusive Pä­da­gogik wird als ein "großes" Fach im Drei-Fächer-Bachelor studiert.

Die Immatrikulation erfolgt im Drei-Fächer-Bachelor in die drei Fächer. Inklusive Pädagogik muss als großes Fach angewählt werden. Deutsch oder Elementarmathema­tik ist als zweites großes Fach verpflichtend, als drittes kleines Fach können Sie das nicht gewählte Fach Deutsch oder Elementarmathematik oder eines der folgenden Unterrichtsfächer wählen: Englisch, Kunst, Mu­sik, Religion oder Sachunterricht/Interdisziplinäre Sachbildung.

Die Universität Bremen plant die Zeiten der Lehrveranstaltungen der Fächer so, dass möglichst viele Fächerkombinationen überschneidungsfrei studierbar sind. Beim Studium zweier oder dreier Fächer lassen sich jedoch zeitliche Überschneidungen von Lehrveranstaltungen nicht immer vermeiden. Im Internet unter www.studium.uni-bremen.de finden Sie weitere Angaben über das überschneidungsfreie Lehrangebot. 

Bewerbung und Einschreibung

Informationen für Studieninteressierte: www.uni-bremen.de/studieninteressierte

Frist für die Antragstellung: Wintersemester: 15. Juli, Sommersemester: 15. Januar. Zum Sommersemester werden nur Anträge von fortgeschrittenen Studienbewerbern be­rück­sichtigt. Eine Immatrikulation als Anfänger/in ist nicht möglich!

Die Antragsstellung erfolgt für Studienanfänger online. Für Sonderanträge (z.B. Fortgeschrittene, Härtefall) nur die Formulare nutzen, die von der Universität Bremen hier zur Verfügung gestellt werden.

Studienfachberatung: Anfragen bitte zunächst per mail an: info-ip@uni-bremen.de