Erziehungs- und Bildungswissenschaften



Zertifikat

Studienbegleitendes Zertifikat "Zuwanderung, Flucht, Bildung"

im Professionalisierungsbereich Erziehungswissenschaft

 

Das Zertifikat ist unter den u.a. Bedingungen offen für alle Studierenden des BA/MA BIPEB sowie GY/OS

 

Beteiligte Fachbereiche:
Deutsch als Zweitsprache DaZ): Prof. Dr. Nicole Marx, Dr. Anne Gadow

Inklusive Pädagogik (IP): Dr. Eileen Schwarzenberg

Interkulturelle Bildung (IB): Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Dr. Christoph Fantini

Deutschdidaktik für Grundschullehrkräfte: Prof. Dr. Sven Nickel, Dr. Elisa Hollerweger

 

 

 

Anlass, Zielsetzung und Inhalt des Zertifikats:

 

Der ´Lange Sommer der Migration´ (2015) und seine Folgen in der Veränderung der Schüler/innenpopulation haben Schulen in besonderer Weise vor die Aufgabe gestellt, in kurzer Zeit neu zugewanderte Schüler*innen aufzunehmen und Bildungsangebote zu entwickeln, die ihre Eingliederung in das Schulsystem befördern sollen. Dabei steht das System nicht nur vor der Herausforderung, dem erhöhten Bedarf an Lehrpersonal gerecht zu werden, sondern auch die Qualifikationen des Lehrpersonals für die als ´neu´ empfundene Herausforderung des Umgangs mit Schüler/innen, die häufig sehr unterschiedliche Bildungserfahrungen gemacht haben, zu fördern. Mit dem Angebot, ein Zertifikat zu „Zuwanderung, Flucht, Bildung“ zu vergeben, reagieren die oben genannten Fachgebiete der Lehrer/innenbildung an der Universität Bremen auf die Anfragen von Studierenden und Schulen nach der Möglichkeit, sich in der ersten Phase der Lehramtsausbildung vertieft mit pädagogischen Herausforderungen im Kontext von Flucht und Bildung auseinanderzusetzen und eigene Haltungen und Handlungsweisen zu reflektieren. Der Fokus dieses Zertifikats liegt auf der Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften für den Regelunterricht. Das Zertifikat zielt ausdrücklich nicht darauf ab, Studierende für die studienbegleitende Übernahme von Lehraufgaben im Rahmen von Vorkursen zu qualifizieren! Die Veranstaltungen, die dem Zertifikat zugeordnet sind, setzen sich in kritischreflektierter Weise und unter Berücksichtigung von historischen und internationalen Vergleichsperspektiven mit den Anforderungen an und Herausforderungen für ein inklusives Schulsystem auseinander, Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen, oder anderer eigener Migrationserfahrung ein adäquates Bildungsangebot im Regelsystem zu unterbreiten. Dabei wird die Rolle der Lehrer/innen aller Fächer in den Mittelpunkt gestellt.

 

Form des Zertifikats


Das Zertifikat wird als eigenständige Qualifikations-Urkunde vergeben. Für den Erwerb müssen keine zusätzlichen Veranstaltungen besucht werden, jedoch finden nur die Veranstaltungen im Zertifikat Berücksichtigung, die im Veranstaltungsverzeichnis ausdrücklich mit dem Vermerk „Zuwanderung, Flucht, Bildung“ gekennzeichnet sind. Empfohlen wird eine möglichst gleichgewichtige Zusammenstellung der zu studierenden Inhalte aus den Bereichen Praktikum/Schlüsselqualifikationen und Vertiefungsveranstaltungen in den verschiedenen Modulen unter Berücksichtigung der Belegung von Vertiefungsseminaren aller drei Arbeitsbereiche (DaZ; IB; IP). Die Veranstaltungen müssen als Wahlpflichtveranstaltungen ausgewiesen sein, Pflichtveranstaltungen des jeweiligen Studienfaches (einschließlich EW) können im Zertifikat nicht berücksichtigt werden.

Die BA- bzw. MA-Arbeit ebenso wie das Orientierungspraktikum können bei entsprechender Themenfokussierung anteilig mit jeweils 3 CP in das Portfolio eingehen.

 

Als Voraussetzung für die Beantragung des Zertifikats müssen insgesamt mindestens 12 CP aus den einschlägigen Veranstaltungen der Arbeitsbereiche DaZ, IP, IB (optional auch 3 CP aus einer thematisch einschlägigen BA-/MA-Arbeit) nachgewiesen werden. 


Prüfung

Es findet keine gesonderte Prüfung statt, jedoch wird bei Erreichen der Punktzahl ein abschließendes Reflexionsgespräch zu den wesentlichen Erkenntnissen aus den besuchten Veranstaltungen mit einer/m der Verantwortlichen aus den beteiligten Fachgebieten durchgeführt. Das Zertifikat wird anhand eines Portfolios aller erforderlichen Einzelleistungen sowie des Reflexionsgesprächs bestätigt. Die Titel der in das Zertifikat eingehenden Veranstaltungen werden explizit auf dem Zertifikat vermerkt, um die inhaltliche Ausrichtung der zertifizierten Leistungen gegenüber Dritten transparent zu machen und diese zu dokumentieren. Falls eine benotete Leistung in das Zertifikat eingebracht wird, muss diese mindestens mit „befriedigend“ bewertet worden sein.

Das PDF-Dokument mit Informationen zum Zertifikat lässt sich hier finden.

 

Hier ein Beispiel für eine Veranstaltung, die für das Zertifikat belegt werden kann:

 

 

 

 

 

Kontakt

Ansprechpartner: Dennis Barasi

 

Raum: GW2, A 1.240

 

Fon: 0421/ 218-69129

Email: barasi@uni-bremen.de

News

Alisha M.B. Heinemann, Yasemin Karakaşoğlu und Nadine Rose veranstalten die Ringveranstaltung "BILDUNG - MACHT - NEUE AUTORITÄT(EN) - Pädagogische Fragen einer gefährdeten Demokratie". Die Veranstaltung findet jeweils dienstags (16:00 - 18:00 Uhr) im GW2 Raum B 3.009 der Universität Bremen statt.

 

Im Rahmen der Reihe "Augsburger Universitätsreden" wurden im Band "20 Jahre Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien" die Dankesworte von Dennis Barasi im Rahmen der Preisverleihung veröffentlicht.

  

Die Ausstellung "Mutige Frauen: Universitäre Frauen- und Geschlechterstudien in der Türkei" kann kostenlos an anderen Orten gezeigt und hier heruntergeladen werden.