Die Forschungsaktivitäten im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen finden überwiegend in vier Schwerpunktbereichen statt. Einzelne Projekte sind auch im Schnittpunkt von zwei oder auch drei dieser Bereiche angesiedelt, so dass sie nachhaltig zur Vernetzung der Forschungslandschaft des Fachbereichs beitragen. Darüber hinaus finden auch Forschungsaktivitäten statt, die sich nicht im engeren Sinne einem der vier Bereiche zuordnen lassen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der einzelnen Arbeitsbereiche.
Zu den wohl bedeutsamsten Herausforderungen des gesellschaftlichen Bildungssystems gehören vielfältige Fragen der Heterogenität und gesellschaftlichen Ungleichheit; nicht erst seit PISA steht dabei die Frage der Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Bildung als ein übergeordnetes Thema, das sich sowohl im Bereich der frühkindlichen Bildungsforschung als auch in der Schul- und Unterrichtsforschung wiederfindet, im Vordergrund. Zu den an der Universität Bremen besonders in den Blick genommenen Dimensionen von Heterogenität gehören Klasse/soziale Schicht, Geschlecht, Kultur/Sprache und Behinderung. Neben einer wissenschafts- und grundlagentheoretischen Auseinandersetzung mit Anerkennung und Partizipation in pädagogisch relevanten Kontexten gehört zu den Schwerpunkten in diesem Bereich auch die Fundierung einer inklusiven Pädagogik wie auch einer erziehungswissenschaftlichen Migrations- und Integrationsforschung durch unterschiedliche Forschungsprojekte. Unterstützt wird dieser Bereich durch eine Vielzahl von Evaluations- und Entwicklungsprojekten, die die Bedeutung des Forschungsgegenstandes auf den unterschiedlichen Praxisebenen focussieren. In diesen werden u.a. ebenso zielgruppenspezifische wie auch Förderinstrumente, die verschiedene Heterogenitätsdimensionen miteinander verbinden (z.B. Kultur/Sprache und Behinderung) entwickelt und erprobt.
Dieser Bereich umfasst sowohl elementarpädagogische Grundlagenforschung etwa zu kindlichen Präkonzepten über naturwissenschaftliche Phänomene als auch Evaluations- und Entwicklungsprojekte im Praxisfeld der frühkindlichen Bildung (z.B. Beteiligung am Entwicklungsprogramm "PIK - Profis in Kitas") und im Übergang zwischen Elementar- und Primarbereich. Hierzu gehören ebenso Projekte zur Familienbildung, zur gemeinsamen Ausbildung von Fachkräften für den Elementar- wie auch Primarbereich (z.B. im Projekt "Natur-Wissen-Schaffen") sowie zur Umgestaltung der Schuleingangsphase in verschiedenen Bundesländern. Gemeinsames Ziel dieser Projekte ist ihr Beitrag zur Reform und Entwicklung der frühkindlichen Bildung wie auch der Primarstufenpädagogik.
Schul- und Unterrichtsforschung findet am Fachbereich 12 der Universität Bremen sowohl in erziehungswissenschaftlicher wie auch dort vertretener fachdidaktischer Ausrichtung statt. So umfasst dieses Forschungsfeld verschiedenste Entwicklungs- und Forschungsprojekte, die von Projekten zum Umgang von Schülerinnen und Schülern mit Testinstrumentarien über die Effekte der Nutzung elektronischer Medien im Unterricht bis hinzu fachdidaktischer Forschung im Bereich des sozial- und naturwissenschaftlichen Sachunterrichts an Grundschulen reichen. Einen eigenen Schwerpunkt innerhalb dieses Bereiches stellen die am Fachbereich angesiedelten Schulbegleitforschungsprojekte zum mathematischen Lernumgebungen für heterogene Kindergruppen, zur Förderdiagnostik zwischen Integration und Selektion und zu Übergangsentscheidungen und Abwanderungstendenzen aus bestimmten Stadtteilen Bremens dar. Diese Form der Handlungsforschung findet in enger Kooperation mit den beteiligten Schulen statt.
Bremer Institut für Bildungsforschung
Kaum ein Bereich hat heute einen so großen Einfluss auf die Gestaltung des Lebenswegs von Kindern und Jugendlichen wie der der schulischen Bildung. Bildung wird - im Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft - zunehmend zu einer zentralen Ressource für Beschäftigung, Einkommen und soziale Integration und Teilhabe. Investitionen in Bildung stellen zwar keinen Garant, wohl aber einen Schlüssel für die soziale und kulturelle Entwicklung jedes Einzelnen dar. Ungleiche Bildungschancen dagegen führen zu einer Verfestigung ungleicher Lebensbedingungen und ungleicher Chancenverteilungen in der Gesellschaft. Bildungsforschung hat das Ziel, auf wissenschaftlicher Basis Rahmenbedingungen für gleiche Bildungschancen zu schaffen.
Das im Aufbau befindliche "Bremer Institut für Bildungsforschung (BIB)" des Fachbereichs 12 dient der Vernetzung und Koordination von Grundlagenforschung und angewandter Forschung, des Erfahrungs- und Erkenntnisaustauschs sowie der Nachwuchsförderung im Bereich der Bildungsforschung an der Universität Bremen. Unter dem Dach des BIB sind verschiedene Drittmittelprojekte (u.a. "Natur-Wissen-Schaffen"; "draufhaberTV") angesiedelt, die sich mit Fragen der Bildungsforschung beschäftigen.
Berufsbildungsforschung, die am Fachbereich u.a. fachdidaktisch im Arbeitsbereich der Arbeitsorientierten Bildung und der Berufsbildung angesiedelt ist, findet insbesondere in der interdisziplinären wissenschaftlichen Einrichtung des Instituts Technik und Bildung (ITB) statt. In dem Forschungsinstitut kooperieren Erziehungs- und Berufswissenschaftler, Ingenieure, Soziologen und Kulturwissenschaftler, Psychologen, Ökonomen und Arbeitswissenschaftler miteinander in der Bearbeitung von Fragen der Berufsbildungsforschung unter der Leitidee der Gestaltung von Arbeit, Technik und Bildung.
Sandra Schmidt
(Leiterin der Fachbereichsverwaltung)
Raum: GW 2 | A 2560
Fon: +49 421 218-69010
Fax: +49 421 218-9869010
Email: fb12@uni-bremen.de
Kathrin Schmidt
(Studienzentrum des Fachbereichs)
Raum: GW 2 | A 2524
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Anschrift
Universität Bremen
Fachbereich 12: Erziehungs-
und Bildungswissenschaften
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