Erziehungs- und Bildungswissenschaften



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ITB-Kolloquium 

 

"Warum ich meine Ausbildung abgebrochen habe, das ist eine ziemlich lange Leidensgeschichte" - Berufsfindungsprozesse Jugendlicher

 

Nach dem Ende der Schulzeit stehen Jugendliche vor der Aufgabe den Übergang in die Arbeitswelt zu bewältigen und sich für einen Beruf zu entscheiden. Der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung kann als eine konfliktreiche Zeit erlebt werden. Entgrenzungsprozesse führen dazu, dass sich etablierte Strukturen, die bisher zum Gelingen des Übergangs beitrugen, auflösen oder sich mit neuen vermischen (Schröer 2006). Jugendliche bewegen sich auf dem Weg von der Schule in den Beruf im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen auf der einen sowie einer Pluralität der Möglichkeiten auf der anderen Seite. So wird von der „Sonnen- und Schattenseite“ gesprochen, um diese Ambivalenz zu verdeutlichen (Heitmeyer et al. 2011: 10). Konkurrenzdruck sowie Orientierungsprobleme zählen darüber hinaus zu den Schwierigkeiten, denen Jugendliche in dieser Phase begegnen können. Die Bewältigung des Übergangs wird den jungen Menschen selbst zugemutet und als eine Aufgabe gesehen, die diese eigenverantwortlich zu meistern haben.

 

Im Kolloquium wird ausgehend von zwei Forschungsprojekten der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung aus Sicht von Jugendlichen, die eine duale Berufsausbildung vorzeitig beendet haben, betrachtet. In dem Forschungsprojekt ‚Wenn die Berufsfindung Brüche aufweist. Ausbildungsabbruch Jugendlicher in Ostfriesland und Papenburg‘, das von 2011 bis 2014 am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Emden/Leer durchgeführt wurde, wurde das Phänomen des Ausbildungsabbruchs untersucht. Ziel des Projektes war die Rekonstruktion der Prozesse, die zu den vorzeitigen Ausbildungsvertragslösungen geführt haben. In dem Promotionsprojekt ‚Jugend und Ausbildung. Zur biografischen Relevanz von Berufsausbildung‘ wird die Suche nach einem Beruf von Jugendlichen mit vorzeitig beendeter Ausbildung in Deutschland und Neuseeland rekonstruiert.

 

Veranstaltungsort: 

Institut Technik und Bildung (ITB)

Am Fallturm 1 Eingang A, Raum 2.07  

 

Termin:

19.09.2018 - 15:15 – 16:45 Uhr

 

Veranstaltet von:              

Prof. Dr. Marc Thielen, ITB – Universität Bremen (Moderation)

Prof. Dr. Sylke Bartmann, Hochschule Emden/Leer, Antje Handelmann, ITB – Universität Bremen (Referentinnen)

Archiv

 

 

  • Am 01.11.2017 fand von 15.00 bis 17.00 Uhr das öffentliche Kolloquium statt, in dem „Anforderungen an eine diversitätssensible Berufsbildung in der Migrationsgesellschaft“ thematisiert wurden. Auf der Grundlage der laufenden Promotionsprojekte der Referentinnen Selin Arusoǧlu, Lara-Joy Rensen und Lisa Vogt wurden exemplarisch migrationsbezogene Hürden beim Zugang zur und der Beteiligung an beruflicher Bildung in den Blick genommen. Anknüpfend an die empirischen Befunde skizzierte Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu als Expertin zum Thema Diversitymanagement in Bildungsorganisationen Impulse zu Konsequenzen für eine diversitätssensible Berufsbildung in der Migrationsgesellschaft und diskutierte diese gemeinsam mit den Teilnehmenden.

     

     

  • Am 10.05.17 fand von 15.00 bis 17.00 Uhr ein öffentliches Kolloquium zum Projekt "NewStart - Betriebliche Ausbildung als Chance für Studienaussteiger/innen" im Institut Technik und Bildung (ITB) statt. Die Projektpartner ITB und BWU (Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet e.V.) stellten den Projektansatz und bisherige Ergebnisse des seit 2015 laufenden Projektes vor. Es bestand reges Interesse an der Veranstaltung, die auch von einigen externen Gästen aus dem regionalen und überregionalen Kontext besucht wurde.

 

 

  • Am 10.06.15 fand von 15.00 bis 17.00 Uhr ein öffentliches Kolloquium zum Thema "Inklusive Berufsbildung im Spannungsfeld von Heterogenität und Standardisierung" statt. Auf der Basis von zwei ethnograhischen Forschungsprojekten des Arbeitsbereichs zu schulischen und betrieblichen Maßnahmen der Ausbildungsvorbereitung wurde diskutiert, dass an den unterschiedlichen Lernorten ungeachtet der bildungspolitischen Initiativen zu Inklusion institutionelle Normalitätserwartungen wirksam bleiben, die Heterogenität deutlich be- und eingrenzen.      

 

 

  • Am 06.02.14 fand eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "(Aus)Bildungssitution von jungen Flüchtlingen und langjährig Geduldeten" in Kooperation mit der Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e.V. Göttingen (zoom) und dem Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz (bin) statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Kontakt

Ansprechpartnerin: Marion Franzen (Sekretariat)

 

Raum: ITB 2.15 (2. Stock, Eingang A od. B)

 

Fon: +49(0)421-218-66291

Fax: +49(0)421-218-66299

Email: marion.franzen@uni-bremen.de

 

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